Seit wir im Jahr 2011 unsere Genossenschaft gegründet haben arbeiten wir gemeinsam daran, als Bürgerinnen und Bürger die Energiewende in der Region voranzubringen. Dabei kümmern wir uns sowohl um die Produktion als auch den Vertrieb von Erneuerbaren Energien. Wir haben mittlerweile 15 Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden sowie zuletzt auf den Deponien Reesberg und Hainkamp realisiert.
Wir sind stehts offen für neue Projekte und neue Menschen, die sich bei uns engagieren möchten - egal ob finanziell oder mit ehrenamtlichem Einsatz. Melden Sie sich gerne (am besten per E-Mail) bei uns.
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Gerade haben wir unsere neueste Photovoltaikanlage, den Bürgersolarpark Hainkamp, eingeweiht. Damit sind wir beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bürgerhand wieder einen Schritt voran gegangen.
Informationsveranstaltung: Elektrische Speicher und Möglichkeiten, diese optimal zu nutzen
Am Mittwoch, 15. Juli, laden wir gemeinsam mit der Volkshochschule und der Stadt Herford zu dieser Infoveranstaltung ein. Beginn ist um 19 Uhr in der Aula der VHS, Raum 306, Münsterkirchplatz 1, in Herford.
Angesprochen werden alle, die technisches Interesse mitbringen und für ihr privates oder gewerbliches Umfeld bessere energetische Lösungen finden wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei elektrische Speicher: vom Home-Batteriespeicher für den privaten Haushalt über die Möglichkeiten bidirektionalen Ladens beim E-Auto bis hin zum Mega-Akku in industrieller Größenordnung - wie beispielsweise aktuell in Enger-Oldinghausen geplant.
Referent ist Uwe Hofer, der seit 33 Jahren als Elektro-Ingenieur in unterschiedlichen Bereichen im Einsatz ist – im technischen Anlagenbau, als selbständiger Technologieberater mit den Schwerpunktthemen Anlagensicherheit, Erneuerbare Energien und Konzeptentwicklung zu alternativen Energieversorgungen sowie zuletzt als Unternehmensberater, Energieauditor und Produktmanager für Energie- und Umweltmanagementsysteme in der TÜV Nord Group. Uwe Hofer ist auch Vorstandsmitglied der FEGH.
Der Referent will in der zweistündigen Veranstaltung durch die Energiewelt führen: „Wir starten beim Endverbraucher und seinen Bedürfnissen und arbeiten uns vor bis zur Schnittstelle im öffentlichen Verteilnetz.“ Neben der Vorstellung von Analysemöglichkeiten für den Einzelnen beleuchtet Uwe Hofer den Einfluss der E-Mobilität und befasst sich mit diversen Speicherlösungen, Wärmepumpen und dem Nutzerverhalten im Energienetz. Der Diplom-Ingenieur nimmt zudem die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Energieeinspeisung und die unterschiedlichen Vermarktungsmöglichkeiten in den Blick. Die Inhalte sollen mit den TeilnehmerInnen im Dialog erarbeitet werden, Mitarbeit ist erwünscht.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Infostand an der Heerser Mühle
Es ist schon eine Tradition geworden. Auch in diesem Jahr waren wir wieder anlässlich des Umwelttages mit einem Infostand an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen präsent. Diesmal konnten wir unser neues Banner, mit dem neuen Logo präsentieren. Aber natürlich waren die vielen Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern das wichtigste. Wir hatten auch regen Besuch von Mitglieder der FEGH, mit denen man einmal persönlich ins Gespräch kam. Auch das Wetter spielte an diesem Sonntag mit und hat viele Besucher angelockt.
Wir hatten auch noch netten Besuch. Die Mädels vom Working-Act posierten mit unserer BürgerEnergie-Hand.

Generalversammlung 2026
Die politischen Rahmenbedingungen für die Planung und den wirtschaftlichen Betrieb der eigenen Photovoltaikanlagen sind aktuell die größten Herausforderungen für die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford eG (Kurz: FEGH eG): Das betonte Aufsichtsratsvorsitzender Ingo Ellermann am Freitag (12. Juni) in der Generalversammlung der FEGH im Kreiskirchenamt. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen seien „nicht geeignet, die Energiewende schnell voranzutreiben“.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse der FEGH-Anlagen 2025 deutlich auf fast 400 TEUR gestiegen: „Das ist trotz sinkender Vergütungen ein guter Ertrag, der vorrangig auf unsere neue große Anlage „Am Hainkamp“ und ein besseres Sonnenjahr zurückzuführen ist“, erläuterte Ingo Ellermann.
Vorstandsmitglied Mario Drescher führte weiter fort: Auf der Basis von ehrenamtlichem Engagement beträgt die Bilanzsumme für 2025 nun ca. 3.900 TEUR und mit ca. 111 TEUR wurde „ein guter Jahresüberschuss“ für 2025 ausgewiesen. Damit erzielte die FEGH eG eine Umsatzrendite von 28%. Nun gilt es diese Basis zu sichern, um die Energiewende aktiv voranzutreiben zu können. Die Mitgliederzahl ist auf 519 (Ende 2025) gestiegen. Die Generalversammlung beschloss eine Gewinnausschüttung von 2,50% je Anteil für die Mitglieder und damit eine Verzinsung, die mit aktuellen Geldanlagen durchaus mithalten kann.
Zuletzt ans Netz gebracht wurde im Januar 2025 „Am Hainkamp“ mit 2,3 MWp. Damit hat die FEGH eG insgesamt 15 PV-Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von knapp 3,6 Megawatt Peak (MWp) im Kreis Herford betrieben und ca. 1.200 Haushalte mit BürgerÖkostrom aus Sonnenkraft versorgt, berichtete Vorstandsmitglied Uwe Hofer. Die Gesamtbilanz lag damit deutlich über den kalkulierten Ertragserwartungen (3,163 GWh).
Den Vertrieb von Bürger-Ökostrom und Bürger-Ökogas übernehmen die Bürgerwerke eG für die FEGH eG. Interessierte können sich auf unserer Website https://www.fegh.de/bürger-energie/ hierzu informieren.
Weitere Projekte stehen auf der Agenda, sind aber noch nicht entscheidungsreif, wie Uwe Hofer anhand einer „Roadmap“ der Planungsgruppe erläuterte: Angedacht ist beispielsweise der „Solarpark Brokmann“, eine PV-Freiflächenanlage (1 MW) am Interkommunalen Gewerbegebiet in Elverdissen. Hier muss zunächst die Änderung des Flächennutzungsplans abgewartet werden, bevor möglicherweise im Sommer 2027 der Bauantrag folgen könnte. In Hiddenhausen-Sundern wird ebenfalls eine 1-MW-PV-Freiflächenanlage projektiert. Dafür soll noch 2026 ein Flächennutzungsvertrag unterschrieben werden. Beim Thema Windkraftanlagen ist die FEGH eG weiterhin aktiv – so in Spenge und auch in Rödinghausen, wo eine Kooperation mit dem Kirchenkreis Herford nicht ausgeschlossen wird. Unter die Lupe genommen werden auch die Möglichkeiten des „Energy Sharing“: „Wir überlegen, eine eigene Strommarke ‚FEGH-White Label‘ für Genossenschaftsmitglieder zu entwickeln“, nannte Uwe Hofer als Beispiel.
Über die Aktivitäten der Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ berichtete Egbert Aleksander: So war die Energie-Genossenschaft unter anderem bei Events wie dem Umwelttag in Bad Salzuflen, dem Verkaufsoffenen Sonntag in Herford oder dem „Tag der Regionen“ in Rödinghausen mit einem Info-Stand vertreten. Als Social Media-Expertin gestaltet Linde Ellermann den Instagram-Auftritt der FEGH. Vorstand und Aufsichtsrat dankten den Mitgliedern der Finanz-, der Service- der Planungs- und Öffentlichkeitsarbeit-Gruppe für ihren sehr wertvollen Einsatz.
Am 24. Oktober 2026 feiert die Energie-Genossenschaft ihr 15-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Eine Feierabendwanderung unter dem Motto „FEGH – bunt, vielfältig, weiblicher und diverser“ kündigte Heike Tintelnot vom Aufsichtsrat für den 10. Juli 2026 an.
Weitere Mitglieder zur Unterstützung der Energiewende aus Bürgerhand sind in der FEGH eG herzlich willkommen. Jedes Mitglied hat – unabhängig von der Anzahl der Anteile – einheitlich 1 Stimme für gemeinsame Entscheidungen. Mit der Umsetzung der genossenschaftlichen Idee (solidarisches und demokratisches Handeln) fördert die FEGH eG im Kreis Herford die Bürger, die Unternehmen, die Umwelt und die Mitglieder. Weiter Infos finden sich unter https://www.fegh.de/.

Mahnwache für Fukushima
Die Friedens- und Flüchtlingsbegleitgruppe, die IPPNW- Lokalgruppe Herford (Ärzte zur Verhinderung des Atomkriegs), die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford (FEGH) und der Verein am Lambach riefen zu einer Mahnwache am 11. März auf, die vor der weiteren Nutzung der Atomkraft warnen soll. Anlass war der 15. Jahrestag der Katastrophe des Atomkraftwerks Fukushima.
An diesem Tag vor 15 Jahren führte ein Erdbeben mit Tsunamiwelle zu einer Havarie mit Kernschmelze in dem großen japanischen Atomkraftwerk. Wochenlang zogen radioaktive Wolken über Japan. Rund 200 000 Menschen musste ihre Heimat verlassen und verloren Haus, Arbeitsplatz und sozialen Kontext. In der gesamten Zeit mussten die havarierten Reaktoren mit Wasser gekühlt werden - dieses radioaktiv verseuchte Wasser leitet Japan seit 2023 verdünnt ins Meer ab, weil die Möglichkeiten, es aufzufangen, erschöpft sind.
Die Teilnehmer warnten vor der weiteren Nutzung der Atomkraft. „Nur eine Energiewende mit Erneuerbaren ist unsere Chance für eine friedliche und gerechte Zukunft.“